Dienstag, 17. Mai 2016

arche noVa und der World Humanitarian Summit in Istanbul

Schon zu Beginn seines letzten Mandates 2011 hatte Ban Ki-moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen, das Vorhaben angekündigt, den Status quo der Humanitäre Hilfe weltweit zu diskutieren und zu verbessern. Seine Initiative kam zur richtigen Zeit, denn Krisen und Konflikte scheinen tief verwurzelt, hinzu kommen Naturkatastrophen, die Menschen in Not bringen. Auf der anderen Seite klafft eine tiefe Finanzierungslücke für die notwendige humanitäre Hilfe, die ständig wächst.

Jetzt findet vom 23. bis 24. Mai 2016 in Istanbul ein erster Humanitärer Weltgipfel statt (World Humanitarian Summit auf Englisch, kurz WHS). Staaten, Organisationen, Unternehmen, betroffene Bevölkerungsgruppen und Zivilgesellschaft kommen mit dem Ziel zusammen, bessere Wege und Möglichkeiten zu finden, um die humanitären Bedürfnisse in einer sich immer schneller verändernden Welt zu bewältigen.


arche noVa hat sich schon bei den Vorbereitungen für den Gipfel engagiert, besonders im Bereich Jugend in Humanitärer Hilfe. arche noVa stärkt junge Menschen, die sich aktiv als humanitäre HelferInnen engagieren, sowohl in den Projektländern als auch in Deutschland. Im Vorfeld des WHS organisierte arche noVa den Youth in Humanitarian Action Kongress in Berlin im April 2016 und bot dort einen besonderen Rahmen für die Weiterbildung und Vernetzung junger Nachwuchskräfte in der Humanitären Hilfe sowie den Austausch mit felderfahrenen Fachkräften aus Europa und der Welt.

Während des WHS in Istanbul organisiert arche noVa gemeinsam mit weiteren internationalen Organisationen die offizielle Begleitveranstaltung: “Young People at the Heart of Humanitarian Action” (“Jugend im Herzen der Humanitären Hilfe”). Am Montag, den 23. Mai 2016 steht von 11.00 Uhr bis 12.30 Uhr das Thema im Fokus der rund 400 Teilnehmenden. Die Kooperationspartner sind: Restless Development, Crown Agents, War Child UK, Zimbabwe UN Association und African Youth International Development Foundation sowie Ahmad Alhendawi, Sonderbeauftragter für Jugend des UN-Generalsekretärs.

Darüber hinaus nimmt arche noVa bei der offiziellen Sondersitzung “Transforming Humanitarian Action with and for Young People” teil (“Humanitäre Hilfe mit und für junge Menschen verändern”). Hier geht es darum, wie krisenbetroffene junge Menschen besser erreicht werden können, und wie man das Potential junger Menschen besser erkennen und aktiv vor Ort einbinden kann. Zukünftig wird es darauf ankommen, dass sowohl Regierungen als auch Organisationen in diesem Bereich Verantwortung übernehmen. Das begleitende Dokument für die Sitzung ist der “Youth Compact”, der fünf Aktionen umfasst, zu denen sich Organisationen und Regierung verpflichten können, um junge Menschen in Krisen besser zu unterstützen. Die Sondersitzung findet am 24. Mai 2016 von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr statt.

Im Gesprächsfaden der WHS Vorbereitung lässt sich bereits ein Wechsel in der Bewertung von Jugend in der Humanitären Hilfe entdecken: von einer gefährdeten Gruppe und Empfänger von Hilfe zu tatkräftigen AkteurInnen.

arche noVa treibt den Prozess auch intern weiter voran und hat ein eigenes Positionspapier zum Thema Junge Menschen in der Humanitären Hilfe verfasst. Ziel ist es, dass den Diskussionen und Ankündigungen in Istanbul auch Taten folgen. arche noVa verpflichtet sich dazu, das Themenfeld “junge Menschen” in der Projektarbeit zum Querschnittsthema zu machen.

Das offizielle arche noVa Positionspapier kann man hier lesen

Weitere Einträge zum Thema Jugend im WHS werden auf diesem Blog in den nächsten Tagen veröffentlicht.


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